Zur Eröffnung dieses ersten Rendez-vous in Präsenzform seit 2020 ging Projektleiter Michael Jeitziner detailliert auf die Beitritte zu Edulog ein. Zwanzig Dienstleistungs- und Identitätsanbieter sind bereits Partner. Weitere 18 befinden sich im Beitrittsprozess und 12 in der Vorbereitungsarbeiten. Marius Beerli, Digitalisierungsbeauftragter der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), erläuterte die nächsten Schritte betreffend Edulog. Den Gremien der EDK soll im Herbst eine Verlängerung der Einführungsphase von Edulog von zwei Jahren unterbreitet werden. Ziel sei es, den Kantonen damit mehr Zeit zur Implementierung von Edulog zu verschaffen und gleichzeitig auch den Anschluss von Diensten zu intensivieren, so dass bald auf ein breites Angebot von Diensten und Programmen zugegriffen werden kann.

Damit dieses Ziel erreicht werden kann, identifiziert und kontaktiert die Geschäftsstelle potenzielle Dienstleistungsanbieter seit Februar 2022 aktiv. Die Strategie zur Akquisition von Dienstleistungsanbietern wurde von Martin Eric Ritz, welcher für dieses Dossier zuständig ist, vorgestellt.

In Bezug auf die Identitätsanbieter informierte Michael Jeitziner über die Anpassungen der datenschutzrechtlichen Grundlagen, die für einen Beitritt notwendig sind. Er erläuterte, was der Föderationsvertrag festlegt und welche Punkte von den Kantonen, Gemeinden oder Schulen in ihren jeweiligen Rechtsgrundlagen oder in den Verträgen mit den Dienstleistungsanbietern geregelt werden müssen. Insbesondere wurde erörtert, was in Bezug auf den Umgang mit Attributen (Daten) zu prüfen ist.

Christian Hohnbaum, Bildungs- und Kulturdirektion des Kantons Bern (BKD), berichtete über die Erfahrungen mit Edulog. Der Beitritt sei Sache der einzelnen Schule oder Gemeinde. Der Kanton prüfe jedoch, welche Voraussetzungen auf technischer, rechtlicher und organisatorischer Ebene erfüllt sein müssen. Laut Christian Hohnbaum funktioniere Edulog weitgehend problemlos. Er wies darauf hin, dass die Abklärungen bezüglich Recht und Datenschutz anspruchsvoll seien und die Anbindung an Edulog ein fundiertes Know-how und Zeitaufwand seitens der Schulen und Gemeinden erfordere. Nichtsdestotrotz ist die BKD zum Schluss gekommen, dass Edulog ein weiterer hilfreicher Baustein für die Digitalisierung der Schulen ist. Sie empfiehlt den Beitritt zu Edulog.

Wie steuert man eine etablierte Identitätsföderation? Die Frage beantwortete der Blick nach Schweden. Peter Karlberg stellte Skolfederationen vor, die rund 350 Mitglieder, Identitäts- und Dienstleistungsanbieter, umfasst.

Schliesslich nahmen die Teilnehmenden an einem Workshop teil, um die notwendigen Unterstützungsleistungen der Geschäftsstelle für Identitätsanbieter zu ermitteln.